Weichen

Es könnte doch so einfach sein. Wie bei der Bahn. Da sitzt irgendjemand irgendwo in einem Stellwerk, hält sich an einen großen Masterplan, versteht hoffentlich etwas von dem was er da tut und stellt die Weichen. Keine Kollisionen, keine langen Überlegungen in welche Richtung man am besten fährt, jeder Zug kommt ans vorbestimmte Ziel.

Irgendwie fehlt im wahren Leben sowohl der Masterplan wie auch der Stellwerksmeister. Jeden Tag scheint jemand aufs Neue wie von Geisterhand Gleise komplett neu zu verlegen, Weichen rauszureißen, die schon gestellt schienen und den Fahrplan neu zu schreiben.

Wie anstrengend^^.

© 2009 Jan Gütter

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7 Comments

  1. Liebe Katja, das Universum, in dem du mitten in der Nacht hellwach bist, solltest du sofort auf immer und ewig verschließen und den Schlüssel wegwerfen. Es gibt genügend andere Universen, in denen sich vortrefflich durchschlafen lässt :).Und wenn die Reise dahin zu lange dauert, nimm einfach ein Wurmloch, das in der Nähe herumlungert als Abkürzung^^.

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  2. Lieber Martin, oh, so einfach ist das? Dann schlüpfe ich jetzt sofort ins eins, in dem nicht 6.30 Uhr der Wecker klingelt. Oder ich nehme wenigstens eins, in dem ich nachts 2.15 nicht hellwach bin. :-)

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  3. Anstrengend schon, aber wär das Leben nicht langweilig, wenn da ein Stellwerkmeister alles bestimmen würde. Was würde das denn für unser Ego bedeuten??? Und gäb’s dann irgendeine Weiterentwicklung?

    Die Mathe mit den Parallel-Universen war mir schon immer zu kompliziert uns suspekt, aber ich kenne schon Leute die darin leben… und nicht mal schlecht :-)

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  4. Liebe Katja,
    in der Tat. Es existiert ein Paralleluniversum. Und nicht nur eines. Es gibt hunderte, tausende, millionen… und in jedes kann man ganz unverfroren hineinschlüpfen :)

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  5. Herbert, schau mal. Or, da warn wor… or, da warn wor doch, weeste noch? Damals?
    Oar Herbert, mit dem tragbarn Essgoffor…heeßt ja heut bicknigg… un den leggren schogoeiorn… meene gite.

    Määänsch. Is das scheen. Das es das noch gibt? Tjeua!
    Wurde doch alles vor…vor…vorwesdlichd…da kam doch dor wessi un hat olles …

    gabutt gemocht hator alles. joa, nich Herbert? Neunzehnneunzisch.

    Abor bis hiehor issor nich gekumm.
    Weeste noch, wie wor da … joa ne? isch weeß es och noch, als wärs heut.

    Joa, joa, Herbert, brauchste nischd sachn… warde, warde… jetz weeß ichs wiedor.
    Die Fraun un Kinner mussten nämlisch den Zuch nach reschts nähm un die Männor un Jungchen den nach lings. Joa … joa, joa, hieor war das.

    Määänsch, unsore scheene Weiche…da ham wor uns och zum erstn Mal ge… hui … geküsseld. Da werdsch glei ganz rot. Joa, joa… un schmuck sahste aus, meen herbert. Un wie du immor die weeche gestelld hast… im sommor, wenns heeß war.

    Oar, weeßte Herbert?
    Ich mach uns baar leckre schmalzbemmchen un n gaffee un dann …

    odor Herbert?

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  6. Stimmt. Aber nicht überall. Ich habe kürzlich Menschen getroffen, die empfinden die Zeit nicht so beschleunigt wie Du und ich. Da wird der Brief lieber der Sekretärin diktiert und in einen Umschlag gesteckt, als eine Mail zu schreiben (“das Mail schreiben dauert so lange, da geht es doch schneller das fix zu diktieren!”). Handy? Neee, das wird kaum genutzt. Computer zu Hause nutzen? Wofür denn, da sitzt man doch eh schon den ganzen Tag dran ….. ;-) Ich war total verblüfft …. es existiert ein Paralleluniversum. Die Frage ist nun, bin ich dort oder meine Gesprächspartner … :-)

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