Der „günstige Günther“

Dresdner Milliardär will altes Kaufhaus wiedereröffnen und sich einen Lebenstraum erfüllen

Noch sieht man die alten Zeichen des letzten Räumungsverkaufes im traditionsreichen Kaufhaus „Günther“. Zum letzten Male klingelte hier die Kasse vor 3 Jahren. Nun verfällt dieses historische Gebäude in Dresden-Zschachwitz immer mehr. Was tun, dachte sich auch der Milliardär Gütter und kaufte erst mal ein – für schlappe 268.000 Euro.

„Es war witzig. Ich fuhr bei einem Motorradausflug daran vorbei und alles schien in dem Moment genau richtig. Ich musste es einfach kaufen!“

Laut Gütter folgt bald die Sanierung des Komplexes und dann soll für das nahegelegene Prohliser Viertel eine günstige Einkaufsmöglichkeit geboten werden mit qualitativer Ware aus dem Umland. Gütter orientiert sich dabei an einem bewährten Modell aus den USA, bei welchem Bio-Produkte von lokalen Bauern und Produzenten günstig an Geringverdiener verkauft werden.

Für den Milliardär „Günther“, wie er von den besten Freunden liebevoll genannt wird,  ist es eine Art neue Aufgabe und die Antwort auf eine Lebensfrage.

„Ich habe mich immer gefragt, was man vor der eigenen Haustür sozial-gesellschaftlich verändern kann, ohne nach Afrika reisen zu müssen.“

Noch ist unklar, wann genau der „Günther“ wiedereröffnet. Geplant ist der Herbst 2011. Fest steht, es wird der „günstige Günther“ werden. Die Dresdner dürfen sich also freuen.

Eine Halbwahrheit von Martin Grötzschel

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