Shoot ’em up!

Shoot 'em up!

Fotografieren oder fotografiert werden – die meisten Fotografen stehen lieber hinter der Kamera. Vermutlich, weil sie anderen Vertretern der Zunft nicht zutrauen, sie adäquat abzulichten. Zum Glück gibt es innerhalb der Spezies der Fotografen auch einige narzisstisch veranlagte Exemplare. Ab und zu bietet sich auch mal die Gelegenheit, ein solches bei der Arbeit lichtbildnerisch festzuhalten. Und wenn schon, dann bitte schön auch in einer abgefahrenen Location wie dieser.

Da die Location allein aber natürlich das Motiv nicht reißt, gehört zu jedem erfolgreichen Shooting auch ein passables Model :). Werbung für Wäschemarken inklusive^^.

Fashionable?

© 2009 Jan Gütter

Ghost Town

Ghost Town

Dresden hat viele Facetten, eine davon wird entweder gar nicht oder nur als störend wahrgenommen… Abrisshäuser. Dabei bieten sie jede Menge Stoff für fotografische Annäherungen.

Irgendwie atmen diese alten, dem Verfall preisgegebenen Ruinen jede Menge Geschichte und Geschichten. Was hat sich alles hinter den nun verwitterten Mauern abgespielt? Wer hat an dem altmodischen Kohleofen in der Küche vor nicht allzu langer Zeit noch Mittagessen gekocht? Vielleicht eine Mutter für ihre Kinder, die hungrig nach der Schule nach Hause kommen? Wer hat die antiquiert wirkende Tapete mit riesigen Blumenmustern ausgesucht? Wie schwer wird der Gang zum Klo eine halbe Treppe tiefer gefallen sein, wenn draußen der Frost klirrte?

Eigentlich schade, dass diese leisen Zeugen der jüngeren Geschichte nach und nach aus dem Stadtbild verschwinden, um neuen, modernen, glatten Fassaden Platz zu machen.

Wem meine Fotos nicht reichen, hier noch ein aktueller Ausstellungstipp: Technische Sammlungen: Fredrik Marsh. Übergänge. Das Dresden-Projekt

Alter Schlachthof

© 2009 Jan Gütter